Harte Konkurrenz: Freising will das Museum für Bayerische Geschichte

Langsam wird es spannend: 2018 soll nach dem Willen der bayerischen Staatsregierung ein neues Museum für Bayerische Geschichte eröffnet werden. Noch in diesem Jahr will der zuständige Wissenschaftsminister Heubisch dem Kabinett Standortvorschläge unterbreiten. Beworben haben sich 25 Interessenten in ganz Bayern, auch Freising.
Das Ministerium hat konkrete Vorstellungen, was der künftige Standort bieten soll: Gesucht wird ein symbolträchtiger Ort für die Geschichte Bayerns, bevorzugt für die Demokratiegeschichte oder den Strukturwandel Bayerns, wie das Wissenschaftsministerium auf Anfrage des FINK mitteilte. Schließlich soll in dem neuen Museum die jüngere Geschichte Bayerns aufgearbeitet werden.
Außerdem sind gefragt: Gute Verkehrsanbindung innerhalb Bayerns, gute Erreichbarkeit für Schulklassen, auf deren mehrfachen Besuch das Museumskonzept ganz wesentlich setzt, ein repräsentativer Gesamtkomplex, also ein attraktiver Platz möglichst in historisch bedeutsamem Umfeld oder ein für die museale Nutzung geeignetes Gebäude beziehungsweise ein Denkmal als sinnstiftender Kern des neuen Museumsareals, eine exponierte Lage im Ort, möglichst eingebettet in ein lebendiges kulturelles Umfeld sowie bevorzugt ein ausgewiesener touristischer Standort.
Die Stadt Freising weiß um die Konkurrenz, geht aber davon aus, sich „mit sorgfältig erarbeiteten Informationsunterlagen vorgestellt und sehr profiliert beworben“ zu haben. Ein Kernsatz der Bewerbung lautet: „Freisings Geschichte, seine Stadtlandschaft, seine Baudenkmäler, seine bedeutenden Bild- und Schriftzeugnisse und seine Lebensart bilden ein thematisch und atmosphärisch passendes Umfeld“ für das neue Museum. Geworben wird unter anderem mit der langen Geschichte der Domstadt, aber auch mit modernen Einrichtungen wie in Weihenstephan – quasi zwischen Mons Doctus und Life Sciences.
Entstehen soll für das neue Museum – wenn Freising den Zuschlag bekommt – ein „gestalterisch anspruchsvoller Neubau am Ufer der Isar mit eindrucksvollem Blick auf den historischen Symbolort des Freisinger Domberges“.




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