Im Porträt: Die Freisinger Wärmestube

Gerade in der kalten Jahreszeit ist sie eine wichtige Einrichtung in der Domstadt: Seit fast 25 Jahren bietet die Freisinger Wärmstube ihre Hilfe an. Im Vordergrund der Arbeit steht die unbürokratische Unterstützung, die Versorgung mit Essen und Kleidung. Zur Verfügung stehen auch eine Dusche und eine Waschmaschine mit Trockner. Täglich wird eine kostenlose, warme Mahlzeit angeboten, zweimal die Woche vom Marriott Hotel, und zweimal vom Freisinger Krankenhaus gespendet. Einmal die Woche wird ein Essen gekauft und sonntags gibt es einen Brunch aus Spenden von Freisinger Bäckereien und Metzgereien. In der winzigen Kleiderkammer steht eine kleine Auswahl an Kleidung und Schuhen – für den Notfall, aber auch ein Schlafsack oder ein Rucksack bereit. Die Hilfe geht aber über diese Akutversorgung hinaus. So stehen die Helfer immer für ein persönliches Gespräch zur Verfügung, einige helfen im Umgang mit Behörden, vermitteln Beratungsgespräche, helfen auch bei alltäglichen Problemen.
Meist sind es Schicksalsschläge, familiäre Probleme, psychische oder physische Beeinträchtigungen und auch Suchterkrankungen, die die Besucher der Wärmestube in ihre Lage gebracht haben. Einer von ihnen ist vor einigen Jahren Opfer eines Raubüberfalls geworden, bei dem er körperlich, aber auch seelisch schwer verletzt wurde. Als Folge daraus ist er berufsunfähig geworden, hat das Trinken begonnen und seine Ehe ist gescheitert. Danach folgte der soziale Absturz bis hin zur Obdachlosigkeit. Inzwischen hat er wieder eine Wohnung und kommt regelmäßig in die Wärmestube, hat dadurch einen festen Termin, der ihm zu einem geordneten Tagesablauf verhilft. In der Wärmestube isst er, hat Ansprechpartner und spielt mit anderen Gästen Karten oder „Mensch ärgere Dich“.
Im Januar 1987 durch eine Freisinger Bürgerinitiative ins Leben gerufen, gehörte die Wärmestube zunächst zu den sozialen Einrichtungen des Caritas-Zentrums. Seit 2005 wird der Verein von ehrenamtlichen Helfern geführt. Zur Zeit stehen etwa 20 aktive Helfer aus den verschiedensten Berufen zur Verfügung. Das sind oft zu wenig, um die Arbeit zu bewältigen. Der Verein sucht deshalb Menschen, die sich engagieren möchten. Wer den Verein mit Spenden unterstützen will: Die Kontonummer des Vereins lautet 44 51 89 bei der Sparkasse Freising. Mehr Informationen über die Wärmestube gibt es im Internet unter www.fs-waermestube.de.

Spendenaktionen zugunsten Bedürftiger vor Ort
Vielen Menschen im Landkreis Freising geht es gut, aber bei weitem nicht allen. Diese werden jedes Jahr durch die Spendenaktionen der beiden Freisinger Tageszeitungen unterstützt. Ob Menschen, die durch Schicksalsschläge dem finanziellen Ruin kaum noch entrinnen können, ob Bürger, die durch plötzliche schwere Krankheiten aus ihrer wohl behüteten Lebenssituation herausgerissen werden, ob Rentner, die kaum noch Geld für ihre Heizungskosten oder Strom auf bringen können – kurz: Menschen, die durch das soziale Netz zu fallen drohen, sie alle sind die Empfänger dessen, was die Zeitungsleser zu geben bereit sind. Ob die Firmengroßspende oder zehn Euro – bei „Menschen in Not“ und beim „Adventskalender“ ist jeder Euro wichtig und gut angelegt.

Aktion „Menschen in Not“ des Freisinger Tagblatts
Spendenkonto 190
Sparkasse Freising
BLZ 700 510 03

Aktion „Adventskalender für gute Werke“ der Süddeutschen Zeitung
Spendenkonto 5660
Sparkasse Freising
BLZ 700 510 03 




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